Projektinformationen zur Digitalisierung der mittelalterlichen Handschriften der SuUB Bremen

Handschriften

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts digitalisiert die SuUB Bremen von 2020 bis 2021 ihre vollständige Sammlung mittelalterlicher Handschriften. Die Handschriften werden in Kooperation mit dem Handschriftenzentrum der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel digitalisiert, mit Metadaten angereichert und auf dem Portal Digitale Sammlungen der SuUB Bremen online und der HAB Wolfenbüttel frei zugänglich gemacht. Sie werden in Manuscripta Mediaevalia bzw. dem darauf aufbauenden Handschriftenportal erschlossen und werden zusätzlich über den Katalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (GVK) recherchierbar sein.

Im Bestand der SuUB Bremen befinden sich 124 mittelalterliche Handschriften, hinzu kommen als Dauerleihgabe drei Codices aus den Kunstsammlungen der Böttcherstraße. Die Codices sind zwischen dem 9. und dem frühen 16. Jahrhundert entstanden und hinsichtlich Inhalt, Sprache, Schrift und Textgestalt vielfältig. Charakteristisch für die Bremer Bestände sind die häufigen Illuminationen. Thematisch ist die Sammlung breit gefächert und umfasst neben theologischen und juristischen Schriften u.a. literarische Texte, Urkunden oder Chroniken. Damit bildet die Sammlung mittelalterlicher Handschriften der SuUB Bremen das gesamte Spektrum hoch- bis spätmittelalterlicher Schrift-, Geistes- und Wissenskultur ab.

In Vorbereitung auf das DFG-Projekt wurden 2016 einige Codices in Kooperation mit der HAB Wolfenbüttel digitalisiert, die über das Bremer Portal Digitale Sammlungen einsehbar sind.