Projekte

Themen in der SuUB


Fachinformationsdienst Politikwissenschaft

Der von der DFG geförderte  Fachinformationsdienst Politikwissenschaft (POLLUX) optimiert die Literaturversorgung und die Informationsinfrastruktur für die deutschlandweite Forschung im Bereich der Politikwissenschaft nachhaltig. POLLUX ist seit Januar 2018 online. Die Bibliothek unterstützt damit die überregionale politikwissenschaftliche Forschung. Die SuUB Bremen entwickelt gemeinsam mit ihrem Projektpartner, der Gesis - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, maßgeschneiderte Dienstleistungen, die allen in Deutschland Forschenden auf dem Gebiet der Politikwissenschaft zur Verfügung stehen

Der eng an den Bedarfen der Fachcommunity orientierte, umfassende und aktuelle Suchraum steht im Zentrum von POLLUX, der zeitnah und standortunabhängig den direkten Zugriff auf elektronische Verlagspublikationen (E-Books, E-Journals, E-Articles), wissenschaftliche Open Access-Dokumente, Forschungsdaten sowie Inhalte aus Fachdatenbanken und Zeitungsarchiven eröffnet. Gedruckte Publikationen, die für die Politikwissenschaftler/-innen nach wie vor von Bedeutung sind, ergänzen das Angebot dort, wo elektronische Ressourcen noch nicht verfügbar sind. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert POLLUX seit 2016. Die zweite Förderphase ist von 07/2019 bis 06/2022.

FID Politikwissenschaft (POLLUX)

Ansprechpartner:
Maria-Elisabeth Müller - Tel.: (0421) 218 - 59400 - E-Mail: direktion@suub.uni-bremen.de
Tim Schardelmann - Tel.: (0421) 218 - 59553 - E-Mail: schardelmann@suub.uni-bremen.de

Qualiservice: Implementierung eines überregionalen Archivs und Datenservicezentrums (DSZ) für qualitative sozialwissenschaftliche lnterviewdaten

Qualiservice ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt mit der Zielsetzung, ein überregionales Archiv und Datenservicezentrum für sozialwissenschaftliche qualitative Primärdaten auf- und auszubauen. Sozialforscher/innen in Deutschland erhalten damit erstmals eine verlässliche Anlaufstelle, um thematisch ungebundene Interviewdaten archivieren zu lassen und für Sekundärnutzungen in Forschung und Lehre anfordern zu können.
Die Archivierung wird unter der Leitung des SOCIUM (Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik) zusammen mit dem Datenarchiv PANGAEA (Data Publisher for Earth & Environmental Science) und der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB) organisiert. Für Mixed-Methods-Studien wird zusammen mit der GESIS – Leibniz Institut für Sozialwissenschaften eine koordinierte Archivierung und ein wechselseitiges Verweissystem aufgebaut.
Die Maßnahmen im Rahmen des Infrastrukturprojekts umfassen neben der Einrichtung eines Safe Centers zur vertraulichen Datenaufbereitung und der Implementation der Langzeitarchivierung die Entwicklung eines Anonymisierungstools und dessen Bereitstellung als Open Source, die Einrichtung des Servicezentrums mit Suchportal, Datenabgabedienst und Helpdesk, den Aufbau der Organisation mit Geschäftsstelle, Mandat und Beirat sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und den Austausch mit der Scientific Community. Die Universität Bremen gewährleistet die Nachhaltigkeit der Dienstleistungen im Rahmen des QualiService, indem sie den Basisbetrieb des Datenservicezentrums sicherstellt.

Ansprechpartner:
Maria-Elisabeth Müller - Tel.: (0421) 218 - 59400 - E-Mail: direktion@suub.uni-bremen.de
Noemi Betancort-Cabrera - Tel.: (0421) 218 - 59592 - E-Mail: noemi.betancort@suub.uni-bremen.de

Digitale Sammlungen Bremen

Digitalisierung ist ein wichtiges Instrument für die Erschließung wissenschaftlicher Information in historischer, konservatorisch anspruchsvoller Literatur geworden. Zur Unterstützung der Bremer Forschung und Bereitstellung regionalgeschichtlich wichtiger Texte der Region Bremen werden ausgewählte Teile des historischen Altbestands digitalisiert und über ein eigenes Portal bereitgestellt.

Projektverantwortlich:
Dr. Manfred Nölte - Tel: (0421) 218 59416 - E-Mail: noelte@suub.uni-bremen.de

Digitale Sammlungen

... digitalisierte Bestände der Bibliothek aus forschungs- oder regionalgeschichtlichem Interesse

Projektinformationen Digitale Sammlungen


Suchmaschine E-LIB Bremen

Um unseren Nutzern einen integrierten Zugang zu gedruckter Literatur als auch zu den elektronischen Medien zu ermöglichen, entwickelt die SuUB Bremen bereits seit 1999 unter Nutzung von Suchmaschinentechnologie den eigenen Katalog "E-LIB". Das System verfolgt das Ziel, die in Bibliotheken bisher übliche heterogene Nachweissituation der verschiedenen Medientypen und Sucheinstiege soweit wie möglich zu überwinden, um Nutzer schneller und direkter zur gesuchten Information zu führen. Die E-LIB bietet Zugang zu derzeit etwa 70 Mio. Medien, mehr als 90% davon sind Nachweise elektronischer Medien mit der Möglichkeit des Direktzugangs zum Volltext. Die E-LIB ist dabei gleichzeitig Enticklungsumgebung und Produktionssystem und wickelt täglich 10.000 bis 18.000 Suchanfragen ab.

Ansprechpartner:
Dr. Martin Blenkle - Tel: (0421)  218 59410 - E-Mail: blenkle@suub.uni-bremen.de

Suchmaschine E-LIB

Printmedien vor Ort und E-Medien im Zugriff...

Projektinformationen zur E-LIB Suchmaschine

 

 

 

Abgeschlossene Projekte

Suche nach NS-Raubgut in der SuUB Bremen (2007-2009, 2015 - 2019)

Bis heute befindet sich im Bestand der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen sogenanntes NS-Raubgut. Viele jüdische Familien aus Deutschland flüchteten vor den Verfolgungs- und Terrormaßnahmen des NS-Regimes. Der Weg dieser Emigranten führte auch über den Freihafen von Bremen. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges blieb ihr Umzugsgut im Hafen zurück und wurde 1942 auf so genannten Juden-Auktionen versteigert. Die damalige Staatsbibliothek – die Vorgängerorganisation der heutigen SuUB Bremen – erwarb ebenfalls Bücher auf diesen Auktionen. Die SuUB Bremen sieht es als ihre Verpflichtung an, diese Bücher aufzufinden, zu dokumentieren, zu kennzeichnen und möglichst den ursprünglichen Eigentümern bzw. deren Erben zurückzugeben (zu restituieren).

In drei Projekten hat sich die SuUB Bremen um die Aufarbeitung dieser Bestände bemüht: 1991 begann sie als erste Bibliothek in Deutschland mit der Beforschung ihres Bestandes. 2007 – 2009 wurde die Suche nach NS-Raubgut in einem Projekt unter Leitung von Dr. Joachim Drews in Zusammenarbeit mit Silke Raßloff fortgeführt. Es wurden alle Bände identifiziert, die über sogenannte Juden-Auktionen in die Bibliothek gelangten. Die Bücher sind in einem eigenen Online-Katalog recherchierbar. Schließlich befasste sich in den Jahren 2015 – 2019 ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Vorhaben unter Leitung von Volker Cirsovius-Ratzlaff mit der Recherche nach sogenanntem NS-Raubgut (Abschlussbericht). Erstmals wurde der gesamte Zugang der Bibliothek in den Jahren von 1933 bis 1948 (insg. ca. 86.000 Bücher) systematisch auf Raubgutbestände überprüft.
Bis zum Frühjahr 2019 wurden 2.845 Titel im Online-Katalog an die zentrale Lost-Art-Datenbank gemeldet, so dass die Bücher dokumentiert sind und weltweit recherchiert werden können.

Ansprechpartner:
Dr. Maria Hermes-Wladarsch - Tel.: (0421) 218 - 59571 E-Mail: hermes@suub.uni-bremen.de

Retrokatalogisierung der Musikalien (2006-2008)

Im Herbst 2006 startete ein bis 2008 befristetes Retrokatalogisierungsprojekt, das die Notenbestände der SuUB, die bislang nur in einem Mikrofiche-Katalog nachgewiesen waren, ebenso wie die Notenbestände der Teilbibliothek für Musik online erfassen sollte.  Wegen der Komplexität dieses spezifischen Materials  wurde eine externe Firma beauftragt ca. 50.000 Titelaufnahmen zu erstellen. Davon entfallen etwa 10.000 Aufnahmen auf die Teilbibliothek für Musik. Alle Daten sind mittlerweile in der zentralen Suchmaschine E-Lib sowie im Onlinekatalog und im GBV-Verbundkatalog recherchierbar. Mit Abschluss des Projektes zählt die SuUB zu den wenigen Institutionen im gemeinsamen Bibliotheksverband (GBV), deren Notenbestände vollständig online recherchierbar sind.

Kontakt:
Benjamin Ahlborn - E-Mail: ahlborn@suub.uni-bremen.de

Cibera: Fachportal Ibero-Amerika (2003-2007)

Das unter Beteilung der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen entwickelte Internetportal richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Kultur, Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der spanisch- und portugiesischsprachigen Länder sowie der Karibik. Ihnen und allen Interessierten ermöglicht Cibera die gezielte Suche in Bibliothekskatalogen, einer Internetquellensammlung, einer Sammlung digitaler Volltexte, einem Zeitschriften-Inhaltsverzeichnis-Dienst, einem Pressearchiv und einer Datenbank zur deutschsprachigen Lateinamerikaforschung.
Der Metakatalog bietet die Möglichkeit, über eine einheitliche Benutzeroberfläche gleichzeitig die Kataloge mehrerer relevanter Fachbibliotheken zu durchsuchen.

Katalog der mittelalterlichen Handschriften (1996-2004)

Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen verfügt über einen Bestand von 124 mittelalterlichen und ca. 480 neuzeitlichen Handschriften der Ms-Aufstellung. Die vorhandenen 124 mittelalterlichen Kodizes sind seit 1996 mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in der Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel als Kompetenzzentrum für Handschriftenerschließung katalogisiert worden.
Der Katalog ist online zugänglich unter http://brema.suub.uni-bremen.de/urn/urn:nbn:de:gbv:46:1-982

Inkunabeln (Wiegendrucke)

Die Inkunabeln der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen: ein Zensus
(in: Bremisches Jahrbuch 84, 2005, 202-232)

Verzeichnis Bremer Frühdrucke
Abgeschlossene Projekte